Strassenverkehrsunfälle 2025: weniger Todesfälle, mehr Schwerverletzte
Bern, 19.03.2026 — Im Jahr 2025 haben in der Schweiz 214 Menschen bei einem Verkehrsunfall ihr Leben verloren. 3935 Personen wurden schwer verletzt. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der getöteten Menschen gesunken (- 36), während die Zahl der Schwerverletzten zugenommen hat (+ 143). Dies geht aus der Strassenverkehrsunfall-Statistik 2025 des Bundesamts für Strassen (ASTRA) hervor.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 4149 Menschen getötet oder schwer verletzt. Im Mehrjahresvergleich zeigt sich kein klarer Trend: Nach dem Anstieg 2024 geht die Zahl der Todesfälle 2025 zwar zurück, bewegt sich jedoch weiterhin im Bereich der letzten Jahre. Auch bei den Schwerverletzten halten sich die Werte seit mehreren Jahren auf gleichem Niveau. Damit sind weiterhin grosse Anstrengungen erforderlich, um die Strassenverkehrssicherheit zu verbessern.
Aufschlüsselung nach Verkehrsteilnahme für 2025 und Analyse:
- Personenwagen: 59 Insassen kamen ums Leben (- 22). Dies ist der tiefste Wert seit Einzelunfalldaten für die gesamte Schweiz vorliegen (1992). 719 Personen wurden schwer verletzt (+ 35).
- Motorräder: 49 Motorradfahrende verunglückten tödlich (+ 2). 1085 Personen wurden schwer verletzt (+ 4).
- Fahrräder: 20 Fahrradfahrende starben (unverändert). 671 Personen wurden schwer verletzt (+ 38).
- E-Bikes: 24 Personen kamen ums Leben (- 1). 586 Personen wurden schwer verletzt (+ 53).
- Fussgängerinnen und Fussgänger: 39 Personen starben (- 9). 435 wurden schwer verletzt (- 6).
Die Auswertungen zeigen je nach Verkehrsteilnahme unterschiedliche Schwerpunkte bei den Hauptursachen. Bei Personenwagen standen insbesondere das Missachten des Vortritts, Unaufmerksamkeit und Ablenkung sowie Fehlverhalten bei Fahrbewegungen im Vordergrund. Bei Motorrädern prägten vor allem Geschwindigkeit und Unaufmerksamkeit das Unfallgeschehen. Bei Fahrrädern und E-Bikes spielten Unaufmerksamkeit und Ablenkung eine zentrale Rolle. Bei Fussgängerinnen und Fussgängern führte vorwiegend deren Verhalten zum Unfall. Eine Detailübersicht über die Unfallursachen pro Verkehrsteilnahme ist dem angehängten Bericht zu entnehmen.
Mehr Schwerverunfallte bei 15- und 17-jährigen Motorradfahrenden: ASTRA erarbeitet Massnahmen
Seit der Senkung des Mindestalters für Motorräder der Kategorie A1 analysiert das ASTRA die Entwicklung bei 15- und 17-Jährigen vertieft. Auch 2025 nahmen die Zahl der Schwerverunfallten zu (11 getötete Menschen, 154 Schwerverletzte).
Um die Verkehrssicherheit in dieser Altersgruppe zu erhöhen, erarbeitet das ASTRA gemeinsam mit betroffenen Kreisen geeignete Massnahmen. In Diskussion sind Anpassungen bei der Ausbildung, etwa beim Inhalt oder bei der Dauer der praktischen Grundschulung für Motorrad-Fahrschülerinnen und -fahrschüler (PGS) oder eine Erhöhung des Mindestalters auf 18. Der Bundesrat wird die Vorschläge zur Überarbeitung der PGS voraussichtlich 2027 in die Vernehmlassung schicken.
Zur Statistik
Erfasst werden alle polizeilich gemeldeten Unfälle auf öffentlichen Strassen. Als getötet gelten Personen, die auf der Unfallstelle oder innerhalb von 30 Tagen an den Unfallfolgen sterben.
Als schwerverletzt gelten Personen mit schweren körperlichen Verletzungen, die in der Regel eine Hospitalisierung erfordern. Seit 2015 wird bei den Schwerverletzten zwischen «lebensbedrohlich» und «erheblich» verletzt unterschieden. 2025 waren rund 4 Prozent lebensbedrohlich und 96 Prozent erheblich verletzt.
Ziel der Statistik ist es, Entwicklungen im Unfallgeschehen systematisch zu beobachten und Grundlagen für Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit bereitzustellen.
